Niemand bringt sich gerne um!

Eine Aktion zum Internationalen Tag der Suizidprävention am 10. September

Postkartenmotiv


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Weltweit stirbt alle 40 Sekunden ein Mensch durch Suizid (Selbsttötung).

In Deutschland nahmen sich im Jahr 2010 nach offizieller Statistik des statistischen Bundesamtes 10.021 Menschen das Leben. Zusätzlich geht man von einer hohen Dunkelziffer (z.B. versteckte Suizide in der Drogen- oder Verkehrsstatistik) aus. Die Zahl der Suizidversuche liegt um ein Vielfaches höher.

Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO betrifft jeder Suizid oder Suizidversuch mindestens sechs weitere Menschen (Angehörige, Freunde, Helfer). Die psychischen Folgen eines Suizids oder Suizidversuchs sind oft gravierend und belasten die betroffenen Personen nicht selten über viele Jahre hinweg. Der durch Suizidalität entstehende volkswirtschaftliche Schaden wird auf ca. 180 Millionen Euro jährlich geschätzt (Süddeutsche Zeitung vom 19.10.99).

Obwohl suizidales Verhalten also ein großes gesellschaftliches und gesundheitliches Problem darstellt, werden Suizid und Suizidalität in unserer Gesellschaft noch immer massiv tabuisiert. Dadurch verstärken sich Vorurteile und Betroffene bleiben allein. Chronische somatische, psychische und soziale Probleme sind häufig die Folge.

Auf diesem Hintergrund haben die Internationale Vereinigung für Suizidprävention (IASP) und die Welt-Gesundheitsorganisation (WHO) den 10. September zum Welt-Suizid-Präventionstag (World Suicide Prevention Day) ausgerufen. Jedes Jahr finden an diesem Tag eine Vielzahl von Aktionen statt, um über Suizidalität und mögliche Hilfen zu informieren und so der Tabuisierung entgegenzuwirken.

Die Länderarbeitsgemeinschaft der Beratungsstellen für Suizidprävention in NRW und Niedersachsen beteiligt sich seit dem Jahr 2004 mit der Kampagne "Niemand bringt sich gerne um!" an diesen Aktionen. Anfänglich stand die Verteilung von Gratispostkarten zum Thema Selbsttötung (Postkartenmotiv s.o.) im Mittelpunkt. Allein in 2007 wurden 85.000 Postkarten mit Informationen über Hilfsangebote verteilt. Darüberhinaus laden Infostände, Vorträge, Gottesdienste, Ausstellungen und Filmvorführungen zum Gespräch ein.

Die durchführenden Fachberatungsstellen sind Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention, die seit 2002 an einem nationalen Suizidpräventionsprogramm arbeitet. Für flächendeckende gezielte Präventionsarbeit (z.B. in Schulen oder Altenheimen) fehlen aber bislang die nötigen finanziellen Mittel.

Weitere Informationen, auch zu Aktionen in anderen deutschen Städten, erhalten Sie auf www.welttag-suizidpraevention.de.


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Hilfe für Betroffene, Angehörige und Hinterbliebene bieten die Fachberatungsstellen:

Ev. Erziehungs-, Familien- und Krisenberatung des Ev. Gemeindedienstes Bielefeld
Paulusstrasse 24-26
33602 Bielefeld

Tel.: (0521) 8 01 48 00

Prisma - Beratung bei Suizidgefährdung Bochum
Tel.: (0234) 5 85 13

Ev. Ehe-, Lebens- und Krisenberatung Braunschweig
Parkstraße 8a
38102 Braunschweig
Tel.: (0531) 220 330
www.lebensberatung-braunschweig.de

Krisenzentrum Dortmund
Wellinghofer Straße 21
44263 Dortmund
Tel.: (0231) 43 50 77
www.krisenzentrum-dortmund.de

Krisenbegleitung der Telefonseelsorge Duisburg, Mülheim, Oberhausen
Tel.: (0203) 2 26 56
kriseduisburg@aol.com

AG Suizidprävention für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene Hannover
Koordinationsstelle Ev. Beratungszentrum
Tel.: (0511) 62 50 28
Flyer der AG Suizidprävention zum Download: Seite 1, Seite 2

Krisenhilfe Münster
Klosterstraße 34
48143 Münster
Tel.: (0251) 51 90 05 
www.krisenhilfe-muenster.de

Telefonseelsorge (bundesweit)
Tel.: 0800-1110111 und 0800-1110222 

oder unter www.suizidprophylaxe.de


Selbsthilfegruppen für Hinterbliebene finden Sie auch hier:
www.agus-selbsthilfe.de


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Aktivitäten zum Internationalen Tag der Suizidprävention 2012 in den einzelnen Städten:

Bochum:
Samstag, 15.09.2012, 10.00 - 15.00 Uhr
"Wenn nichts mehr geht" - Begegnungs- und Informationstag zum Thema Depression
Erster Seelsorgetag des Ev. Kirchenkreises Bochum
Haus der Kirche, Westring 26a, 44787 Bochum
Telefonische Anmeldung erbeten unter: 0234-962904-14

aus dem Programm:
10.30 Vortrag "Schattenzeit - Depression als psychische, soziale und spirituelle Herausforderung" (Pfarrer Werner Posner, Bochum)
13.00 - 14.30 Uhr Acht Workshops
Einzelheiten und Flyer unter www.kirchenkreis-bochum.de


Braunschweig:
Sonntag, 09.09.2012, 18.00 Uhr
"Ein Anker für die Seele" - Gottesdienst für alle, die von Suizid betroffen sind und sich von Suizid betreffen lassen.
Mit der Möglichkeit, im Anschluss Gespräche mit den Veranstaltern zu führen und Informationen über in Braunschweig bestehende Beratungsangebote zu erhalten.
St. Petri Kirche Braunschweig, Lange Straße /An der Petrikirche

Montag, 10.09.2012, 19.00 Uhr
"Suicide Club – Manchmal lebt man länger als man denkt" - Ein Film von Olaf Sammer
Universum Kino, Neue Straße 8
Eintritt frei

Veranstalter: Ev. Ehe-, Lebens- und Krisenberatung, Telefonseelsorge, Jugendberatung bib, Beratungsstelle des Studentenwerkes,
Angehörige um Suizid - AGUS


Dortmund:
Das Krisenzentrum Dortmundstartet im November diesen Jahres mit einem Gesprächskreis für Hinterbliebene nach Suizid. Eine Postkartenaktion zum 10.09. weist auf dieses Angebot hin. Die regionale Presse ist eingeladen über das Phänomen Suizidalität, Hilfsmöglichkeiten und die neue Hinterbliebenengruppe zu berichten.




Weitere Informationen, auch zu Aktionen in anderen deutschen Städten, erhalten Sie auf www.welttag-suizidpraevention.de.


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Wir danken ...

... Frau Viola Richter-Jürgens  für den Entwurf des Logos zur Postkartenaktion.

... der publicity werbung gmbh und dem Verband der CityCards-Gratispostkartenverlage e.V. für die Unterstützung und das Sponsoring der Postkartenaktion.

... dem Freundes- und Förderkreis Krisenzentrum Dortmund e.V. für das Sponsoring dieser Internetseite.

... allen Personen, die mit ihrem Einsatz zum Gelingen unserer Aktionen beigetragen haben.


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3. Kontakt:
Länderarbeitsgemeinschaft der Beratungsstellen für Suizidprävention in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen
c/o Krisenzentrum Dortmund
Herr Stephan Siebert
Wellinghofer Straße 21
44263 Dortmund
Tel.: 0231 / 435077
email: stephan.siebert@krisenzentrum-dortmund.de


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