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Weltweit stirbt alle 40 Sekunden ein
Mensch
durch Suizid (Selbsttötung).
In Deutschland nahmen sich im Jahr 2008 nach offizieller Statistik des
statistischen Bundesamtes 9.451 Menschen das Leben. Zusätzlich
geht man von einer hohen
Dunkelziffer (z.B. versteckte Suizide in der Drogen- oder
Verkehrsstatistik) aus. Die Zahl der Suizidversuche liegt um ein
Vielfaches höher.
Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO betrifft
jeder
Suizid oder Suizidversuch mindestens sechs weitere Menschen
(Angehörige,
Freunde, Helfer). Die psychischen Folgen eines Suizids oder
Suizidversuchs
sind oft gravierend und belasten die betroffenen Personen nicht selten
über
viele Jahre hinweg. Der durch Suizidalität entstehende
volkswirtschaftliche
Schaden wird auf ca. 180 Millionen Euro jährlich geschätzt
(Süddeutsche
Zeitung vom 19.10.99).
Obwohl suizidales Verhalten also ein großes gesellschaftliches
und
gesundheitliches Problem darstellt, werden Suizid und Suizidalität
in
unserer Gesellschaft noch immer massiv tabuisiert. Dadurch
verstärken
sich Vorurteile und Betroffene bleiben allein. Chronische somatische,
psychische
und soziale Probleme sind häufig die Folge.
Auf diesem Hintergrund haben die Internationale Vereinigung für
Suizidprävention (IASP) und die Welt-Gesundheitsorganisation (WHO)
den 10. September zum Welt-Suizid-Präventionstag (World Suicide
Prevention Day) ausgerufen. Jedes Jahr finden an diesem Tag eine
Vielzahl von Aktionen statt, um über Suizidalität und
mögliche Hilfen zu informieren und so der Tabuisierung
entgegenzuwirken.
Die Länderarbeitsgemeinschaft
der Beratungsstellen
für Suizidprävention in NRW und Niedersachsen beteiligt sich
seit
dem Jahr 2004 mit der Kampagne "Niemand bringt sich gerne um!" an
diesen
Aktionen. Ein Kernstück dieser Kampagne ist die Verteilung von
Gratispostkarten
zum Thema Selbsttötung (Postkartenmotiv
s.o.).
Allein in 2007 wurden insgesamt 85.000 Postkarten verteilt.
Darüberhinaus laden Infostände,
Vorträge, Gottesdienste, Ausstellungen und Kulturveranstaltungen
zum
Gespräch
ein.
Die durchführenden Fachberatungsstellen sind Mitglied in der
Deutschen Gesellschaft für
Suizidprävention,
die seit 2002 an einem
nationalen
Suizidpräventionsprogramm
arbeitet.
Für flächendeckende gezielte Präventionsarbeit (z.B. in
Schulen
oder Altenheimen) fehlen aber bislang die nötigen finanziellen
Mittel.
Weitere Informationen, auch zu Aktionen in anderen deutschen
Städten, erhalten Sie auf
www.welttag-suizidpraevention.de.
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Hilfe für
Betroffene,
Angehörige und Hinterbliebene bieten die Fachberatungsstellen:
Ev.
Erziehungs-,
Familien- und Krisenberatung des Ev.
Gemeindedienstes
Bielefeld
Paulusstrasse
24-26
33602 Bielefeld
Tel.: (0521) 8 01 48 00
Prisma - Beratung bei Suizidgefährdung Bochum
Tel.: (0234) 5 85 13
Ev. Ehe-, Lebens- und Krisenberatung Braunschweig
Parkstraße 8a
38102 Braunschweig
Tel.: (0531) 220 330
www.lebensberatung-braunschweig.de
Krisenzentrum Dortmund
Wellinghofer Straße 21
44263 Dortmund
Tel.: (0231) 43 50 77
www.krisenzentrum-dortmund.de
Krisenbegleitung der Telefonseelsorge Duisburg, Mülheim, Oberhausen
Tel.: (0203) 2 26 56
kriseduisburg@aol.com
AG Suizidprävention für Kinder, Jugendliche und junge
Erwachsene Hannover
Koordinationsstelle Ev. Beratungszentrum
Tel.: (0511) 62 50 28
Krisenhilfe Münster
Klosterstraße 34
48143 Münster
Tel.: (0251) 51 90 05
www.krisenhilfe-muenster.de
Telefonseelsorge (bundesweit)
Tel.: 0800-1110111 und 0800-1110222
oder unter
www.suizidprophylaxe.de
Selbsthilfegruppen für Hinterbliebene
finden Sie auch hier:
www.agus-selbsthilfe.de
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Aktivitäten
zum Internationalen Tag der Suizidprävention 2011 in den einzelnen
Städten:
Bielefeld:
Braunschweig:
10.09.2011, 10.00 Uhr bis 16.30 Uhr.
Fachtag "Suizidalität im Alter".
Ärztehaus an der Petrikirche 1.
Nähere Informationen erhalten Sie über die
Ev. Ehe-, Lebens- und Krisenberatung Braunschweig.
Dortmund:
10.09.2011, 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr:
Infostand des Krisenzentrum Dortmund.
Innenstadt, Westenhellweg Ecke Kleppingstraße, Nähe
Reinoldikirche.
Duisburg:
Hannover:
Hildesheim:
Münster:
Informationen zu den
Aktionen in anderen Städten finden Sie auf
www.welttag-suizidpraevention.de.
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danken]
Wir danken ...
... Frau
Viola
Richter-Jürgens für den Entwurf des Logos zur
Postkartenaktion.
... dem
Freundes- und
Förderkreis
Krisenzentrum Dortmund e.V. für das Sponsoring dieser
Internetseite.
... allen Personen, die mit ihrem Einsatz zum Gelingen unserer Aktionen
beigetragen haben.
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Impressum:
1. Redaktionelle Verantwortlichkeit:
Die redaktionelle Verantwortung für die Inhalte dieser Seite liegt
bei der Länderarbeitsgemeinschaft der Beratungsstellen für
Suizidprävention in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen.
2. Erklärung zum Haftungsausschluß:
Mit Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden,
dass durch das Anbringen von Links die Inhalte der gelinkten Seiten
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ist.
3. Kontakt:
Länderarbeitsgemeinschaft der Beratungsstellen für
Suizidprävention in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen
c/o Krisenzentrum Dortmund
Herr Stephan Siebert
Wellinghofer Straße 21
44263 Dortmund
Tel.: 0231 / 435077
email: stephan.siebert@krisenzentrum-dortmund.de
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